Messe, Strassenbau, Ausstellung

60. NordBau Neumünster 2015

Nordeuropas größte Bau Kompaktmesse ist eröffnet

Mit dem Schwerpunkt „Brücken- und Straßenbausanierung“ präsentiert sich die Nordbau  Mittwoch bis Sonntag (9. – 13.09.2015) in Münster.

Auf rund 69.000 m² im Freigelände und über 20.000 m²Messe, Neumünster, NordBauHallenfläche bietet die Branchenplattform im Norden jedes Jahr rund 850 Ausstellern Platz, um die komplette Bandbreite des Baugeschehens mit modernen Baustoffen und Bauelementen, leistungsstarken Baumaschinen, Kommunalgeräten und Nutzfahrzeugen für Bau und Handwerk sowie der neuesten Energietechnik zu präsentieren.

Statements der Teilnehmer von der Tagespresse-Konferenz

Torsten Conradt, Direktor Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein:

„Die Sicherung der Mobilität ist von herausragender Bedeutung für das Land Schleswig-Holstein. Zahlreiche Bauwerke sind über 100 Jahre alt und wurden inzwischen erneuert oder ersetzt. Viele Sanierungen im Bereich der Infrastruktur stehen noch an. Die Ursache für den großen Instandhaltungsbedarf ist vor allem in Verkehrsannahmen bei Baubeginn, die dann übertroffen wurden, zu suchen. Es gab erhebliche Veränderungen vor allem auch im Bereich der Schwertransporte. 90 Millionen Euro müssten jährlich in den kommenden 10 Jahren in den Landesstraßenbau investiert werden, um den Qualitätszustand der 90er Jahre wiederherzustellen. Wichtig ist, die Bauwerke so zu sanieren, dass sie länger als hundert Jahre halten. Wir brauchen eine nachhaltige Baukunst, die auch eine Reformierung des Vergabewesen einschließt. Wir wollen mehr Qualität in Bauwerk und damit mehr Qualität für die Nutzer.“

Harald Peter Hartmann, Vizepräsident Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein:

„Wir Ingenieure schaffen die Voraussetzung für Mobilität und unterstützen die angeschlossenen Gewerke von der Bauverwaltung bis zu den Bauunternehmen. Die starken Überbelastungen von Straßen und Brücken kommen vor allem vom Schwerlastverkehr. Die Bauschaffenden benötigen eine dauerhafte Bereitstellung von Planungs- und Baumitteln in Milliardenhöhe. Das derzeitige Brückenbauprogramm ist nur 1,5 Milliarden Euro schwer. Diese Mittel müssen langfristig bereitgestellt werden. Es braucht eine Agenda 2025 für eine nachhaltige Straßenbauentwicklung. Die Europäische Union versucht gerade, die Mindestgebühren und insbesondere die Freiberuflichkeit abzuschaffen. Alles begründet mit dem angeblich behinderten Zugang von Planern aus unseren Nachbarländern für deutsche Planungsleistungen. Wir befürchten einen neuen Preiswettbewerb. Minus-Minus ergibt ganz bestimmt nicht Plus.“

Dietmar Walberg, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.:

„Wir sind seit 60 Jahren – und damit von Anfang an – bei der NordBau dabei und freuen uns über die einzigartig hohe Qualität der Messe. Die demographischen Trends stellen neue Herausforderungen an den Wohnungsbau, aktuell auch durch die Unterbringung der Flüchtlinge. Es werden jährlich 400.000 neue Wohnungen in Deutschland bis zum Jahr 2030 benötigt. Wir stehen damit vor der gleichen Herausforderung wie nach dem 2. Weltkrieg. Dabei geht es vor allem um bezahlbaren Wohnraum. Die Kosten für den Wohnungsbau sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Ursache ist dabei nicht nur bei den Bauunternehmen zu suchen. Die normativen Regelbedingungen haben sich verändert. Die Kommunen sind auch Kostentreiber beim Wohnungsbau. Wir haben unsere Position gegenüber den politischen Entscheidungsträgern deutlich gemacht. So kann es nicht weitergehen. Die normativen und gesetzlichen Regelungen müssen auf einen Prüfstand gestellt werden. Die derzeitigen Herausforderungen an die Wohnungsbauwirtschaft sind unserer Meinung insgesamt betrachtet sehr groß, aber zu bewältigen.“

Dirk Iwersen, Geschäftsführer Holstenhallen Neumünster GmbH:

Die NordBau feiert in diesem Jahr ihr 60jähriges Jubiläum mit einem besonders umfassenden Programm. Neben dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsident Torsten Albig und weiteren Vertretern der Landesregierung erwarten wir anlässlich der 40ten Teilnahme Dänemarks auch Seine Königliche Hoheit Prinz Joachim zu Dänemark. Die NordBau bildet seit nun mehr sechs Jahrzehnten die gesamte Palette des Bauens ab. Die Messe ist der Treffpunkt für alle, die bauen und wohnen, für die Handwerker, Bauunternehmen, wie auch Hausbesitzer und Kommunen. Auch dieses Jahr ist die NordBau mit 850 Ausstellern aus 17 Nationen wieder ausverkauft. Große Firmen präsentieren ihre Weltneuheiten. Neben der Brückensanierung sind auch die Effektivität von Maschinen und neueste Entwicklungen in der Architektur Schwerpunkthemen. Wir zeigen Trends beim Wohnungsbau. Maler und Lackierer halten ihren Leistungswettbewerb ab. Das Forum für Kommunaltechnik diskutiert Effizienzmöglichkeiten bei Investitionen. Außerdem freuen wir uns über die zahlreichen Lehrgänge der Handwerksbetriebe.“