RC Recycling-Baustoff

RC-Baustoff ist ein Baustoff oder Baustoffgemisch welches Asphaltmulde entsprechend unterschiedliche Stoffeigenschaften besitzt. Im Straßen- und Wegebau kommen zahlreiche Stoffe (so genannte Sekundärrohstoffe) zum Einsatz, welche Abfallprodukte aus anderen Bereichen darstellen.

Allen Stoffen gemeinsam ist, dass durch ihre Verwendung wertvolle Ressourcen und Deponieraum gespart werden. Außerdem ist in vielen Fällen die Aufbereitung und Weiterverwendung finanziell günstiger als eine endgültige Beseitigung.
Warum überhaupt Recycling?
Bauen bedingt stets die Bereitstellung von Rohstoffen für die Herstellung von hochwertigen Baustoffen. In der Regel werden diese Rohstoffe aus natürlichen Lagerstätten der Umwelt entnommen. Diese sind jedoch geologisch bedingt und durch gesellschaftlich unterschiedliche Nutzungsinteressen nicht unbegrenzt nutzbar, die natürlichen Rohstoffquellen auch zur Herstellung von Baustoffen also sind endlich.
Durch die Wiederaufbereituung von Bauabfällen, Bauteilen und Abbruchmaterialien zu neuen Baustoffen und durch deren Wiederverwendung können die natürlichen Rohstoffressourcen geschont und somit für die  Zukunft länger verfügbar gehalten werden.
Wie entstehen Recycling-Baustoffe?

Gebrauchte Baustoffe, die beim Rückbau als Bauschutt, als Straßenaufbruch oder Bodenaushub anfallen, sind zu wertvoll für die Entsorgung auf einer Deponie. Sie bilden die Rohstoffe für die erneute Herstellung von Baustoffen, die vergleichbare Eigenschaften besitzen wie solche aus Primärrohstoffen. Sie werden in speziellen ortfesten Aufbereitungsanlagen (nach Anlieferung) und zum Teil mit mobilen Aufbereitungsmaschinen (direkt am Ort ihrer Entstehung) durch Brechen zerkleinert, sortiert und durch Sieben nach Korngrößen klassiert.

Moderne Aufbereitungsverfahren wie Windsichtung, Wäsche, Magnetscheider, Dichtetrennung und Sortierbänder sorgen für eine gezielte Abtrennung von unerwünschten Störstoffen wie z. B. Holz, Kunststoff, Metallen und Papier. Damit steigt die Qualität für die vorgesehene Wiederverwendung deutlich. Die so hergestellten „rezyklierten Gesteinskörnungen“ werden in vielfältigen Anwendungsgebieten wieder als hochwertige Baustoffe eingesetzt.
Wo wiederverwendet?

Mineralische Recycling-Baustoffe bestehen in der Regel aus Granulaten, die zum überwiegenden Teil im Straßenbau, in zahlreichen Erdbauanwendungen (z. B. Bauwerkshinterfüllungen, Lärmschutzwällen), im Garten- und Landschaftsbau (z. B. als Vegetationsbaustoff), und zunehmend als Gesteinskörnungen für die Herstellung von Beton (Betonwerksteine, Beton für nicht konstruktive wie konstruktive Bauteile) verwendet werden. Voraussetzung für eine bestimmte Anwendung von Recycling-Baustoffen ist in jedem Fall die Gleichwertigkeit ihrer bautechnischen Eigenschaften im Vergleich zu Baustoffen aus Primärrohstoffen.

Ein weiteres wesentliches Kriterium ist ihre Umweltverträglichkeit. Recycling-Baustoffe dürfen keine Schadstoffe freisetzen, die die Qualität von Boden und Grundwasser nachhaltig negativ beeinflussen. Solche Stoffe können z. B. in der ersten Nutzungsphase in die Bauteile gelangt sein, die zu neuen Baustoffen recycelt werden.  Deshalb werden diesbezüglich besondere Qualitätssicherungsmaßnahmen angewendet.

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