Österreich -Stahlschlacke für den Straßenbau per Dekret

Österreich -Stahlschlacke für den Straßenbau per Dekret

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Stahlwerk
Wien -Ministerium plant Recycling-Baustoffverordnung.

Trotz größter Bedenken seitens der Umweltschützer, sind in Österreich schon ca. zehn Millionen Tonnen Schlacke im Straßenbelag verbaut worden.

Das Umweltministerium Österreich ist aktuell dabei, eine Recycling-

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-Baustoffverordnung zu erlassen, welche die Verwendung von Schlacke aus der Stahlerzeugung im Straßenbau erlaubt. Stahlwerk

Die Deponierung von Schlacke ist kostspielig. Die Kosten belaufen sich auf rund 40 bis 50 Euro je Tonne. Beim Straßenbau sieht es ganz anders aus, dort ist der Einbau des Abfallprodukts wesentlich günstiger als Naturmaterialen wie Gestein.

Jährlich fallen in Werken wie Linz und Donawitz etwa 650.000 Tonnen zzgl. 400.000 Tonnen Hochofenstückschlacke und 70.000 Tonnen Schlacke aus der Marienhütte in Graz pro Jahr an.

Laut Paragraf 13 aus dem aktuellen Entwurf, darf Schlacke aus der Produktion in Bundes- und Landesstraßen verbaut werden, sowie Altasphalt aus Schlacke in Gemeindestraßen und ungebunden in Bundes- und Landesstraßen.

Des Weiteren bringt der neue Entwurf die Umweltschützer bei dem Punkt Grenzwerte zu Irritationen, da in diesem der Chromgehalt von Schlacke um das 28-Fache höher sein darf als in Naturmaterialien. Bei Vanadium läge der Grenzwert bei dem doppelten.

Ehrenpräsidenten des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner: „die Verordnung würde eine massive Erhöhung der Schwermetallbelastung bringen, und daher einen absoluten Paradigmenwechsel in der Umweltpolitik. Die Folgen wären nicht abschätzbar, Österreich würde sich damit zudem vom internationalen Trend absetzen“.