Einbautemperatur Fertiger, Schnecke

Paranuss-Effekt, mechanische Entmischung

Der sogenannte Paranuss-Effekt tritt in gemischten granularen Medien auf und…… beschreibt die Segregation (Entmischung) eines Materials mit unterschiedlicher Körnung.

 

Der Begriff „Paranuss-Effekt“ für mechanische Entmischung entstammt  dem Alltagsleben.

Öffnet man z.B. eine Packung Müsli oder gemischter Nüsse, befinden sich die größten Nüsse meist oben.

Da die dicksten Müsli-Stücke in den USA oft Paranüsse  sind, wurde dieses Phänomen als Paranuss-Effekt bekannt, was  in der Fachsprache nichts anderes als die mechannischer Entmischung bzw.  Segregation beschreibt.

Haupt-Ursache für die Entmischung der unterschiedlich großen Bestandteile ist der Transport. Durch die rüttelnde Bewegung entstehen kurzzeitig Hohlräume, in die bevorzugt die kleineren Bestandteile des Materials rutschen. Die größeren passen nicht hinein, so dass sie länger die Rüttel-Bewegung anhält desto weiter nach oben wandern.

Die genauen Wege der unterschiedlichen Körnung hängen von ihrer Dichte, Form und Oberflächenbeschaffenheit sowie der äußeren Bewegung ab. So kann es auch passiere, dass das sich die gröbste Körnung  unten befindet.  Hier spricht man  dann vom umgekehrten Paranuss-Effekt.

Der Paranuss-Effekt (mechanische Entmischung) ist für die Dynamik aller granularen Medien und somit etwa in der Geophysik und Geotechnik von Bedeutung. Bis heute ist dieses physikalische Phänomen nur ansatzweise gelöst.