Thermomulden für den Asphalttransport mit Temperaturmessung

Im Oktober 2014 wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVTI) ein neues Anforderungsprofil für den Asphalttransport erlassen, welches das Eintreffen von zu kaltem Asphaltmischgut auf der Baustelle verhindern soll.

Unter der Bezeichnung: „Einsatzankündigung von Maßnahmen zur Steigerung der Asphalteinbauqualität“ darf ab Januar 2015 der Asphalttransport, nur noch in thermoisolierten Mulden mit Abdeckeinrichtung erfolgen.

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Des Weiteren müssen die Mulden über einer kalibrierte Temperaturmesseinrichtung verfügen, welche das direkte Ablesen der Mischguttemperatur, von den fünf vorgeschriebenen Messpunkten gewährleistet.

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Doch neben Verantwortlichkeit & Haftung, sind auch noch einige technische Fragen offen.

Weiterhin gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keinerlei Machbarkeitstests und Erprobungen an Testfahrzeugen mit entsprechender Sensorik und Telematik.

Die von den Herstellern bemängelte Praxistauglichkeit bestätigt sich nun bei den ersten ausgerüsteten Fahrzeugen. Auf Grundlage der seitens der Fahrzeug- und Messsystemhersteller gemachten Untersuchungen, erfolgte seitens BMVTI zum 26.08.2014 eine Anpassung der Messpunkte 1, 2, 4 und 5.

Aufgrund der hohen Materialdichte, können die Mulden teilweise nur zu 1/3 beladen werden. Wenn nun beim befüllen Schüttkegel entstehen, können einer bzw. auch mehrere Temperatursensoren in der Luft liegen

Eine weitere Problematik besteht in der korrekten Ermittlung der Materialtemperatur, da der Kontakt zwischen Sensor und Material nur punktuell am äußeren des Mischguts erfasst wird und die Mulde aufgrund Ihrer Eigenschaft als thermischer Leiter, Einfluss auf die Temperatursensoren nehmen kann.

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