Paving News

1,1 Milliarden Euro für Neubau A 94

BMVI, ÖPP Projekt V Modell

Feierlicher Startschuss für ÖPP-Projekt A 94.

Ein Meilenstein für mehr Mobilität in Südostbayern durch 33 Kilometer langen vierstreifigen Neuausbau zwischen Pastetten-Heldenstein.

Um die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten erfolgt die Vergütung nach dem Verfügbarkeitsmodell.

Betreiber des ÖPP-Projektes ist die Isentalautobahn GmbH & Co. KG – ein Konsortium, bestehend aus den Unternehmen BAM PPP A-Modell Holding GmbH, Eiffage S.A. und Berger Bau GmbH.

Freitag der 05.02.16, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt führte letzten Freitag (05.02.16) den feierlichen ersten Spatenstich für das ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private Partnerschaften) auf der A 94 durch.

ÖPP Projekt Autobahn, Straßenbau, BIM
Quelle: Schubert: Bundesverkehrsminister Dobrindt

Das Projekt umfasst den vierstreifigen Neubau des rund 33 Kilometer langen Abschnitts Pastetten-Heldenstein, der bis Ende Oktober 2019 fertiggestellt werden soll. Das Vorhaben umfasst zudem Erhaltung und Betrieb des rund 77 Kilometer langen Abschnitts Forstinning-Marktl über 30 Jahre. Das Gesamtvolumen des ÖPP-Projektes beträgt rund 1,1 Milliarden Euro.

Dobrindt:„Mit dem Startschuss für das ÖPP-Projekt A 94 erreichen wir einen weiteren, wichtigen Meilenstein für mehr Mobilität in der Region Südostbayern. Öffentlich-Private Partnerschaften sind ein Erfolgsmodell: wir bauen schnell, wirtschaftlich und mit hoher Qualität und beseitigen dadurch den größten volkswirtschaftlichen Schaden: den Stau“.

BMVI, ÖPP Projekt V Modell
Quelle Schubert: Feierlicher Spatenstich auf der A94

Der Abschnitt Pastetten-Heldenstein ist Teil der insgesamt rund 150 Kilometer langen A 94 zwischen München und Pocking. Mit dem Neubau wird eine leistungsfähige und verkehrssichere Ost-West-Achse geschaffen, die die Region Südostbayern und die dortigen Industriestandorte sowie das Bäderdreieck im Inntal mit dem Ballungsraum München und dem weiträumigen Autobahnnetz verbindet.

Betreiber des ÖPP-Projektes ist die Isentalautobahn GmbH & Co. KG – ein Konsortium, bestehend aus den Unternehmen BAM PPP A-Modell HoldingGmbH, Eiffage S.A. und Berger Bau GmbH.

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Quelle Schubert: Quelle Schubert: Feierlicher Spatenstich auf der A94

Mitte Januar 2016 wurden die Finanzierungsverträge für das ÖPP-Projekt unterzeichnet. Die Vergütung des Auftragnehmers erfolgt nach dem Verfügbarkeitsmodell**. Dadurch wird ein Anreiz gesetzt, Erhaltungs- und Betriebsdienstmaßnahmen mit möglichst wenigen Verkehrsbeeinträchtigungen durchzuführen.

Quelle:Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

**PPP-Verfügbarkeitsmodell

Beim Verfügbarkeits-Modell nimmt der ÖPP-Auftragnehmer auf einem bestimmten Streckenabschnitt Planungs-, Bau-, Betriebsdienst- und Erhaltungsleistungen über einen langfristigen Zeitraum wahr. Zudem muss er einen eigenen Finanzierungsbeitrag leisten (Eigen- und Fremdkapital). Die Ermittlung der Vergütung unterscheidet sich vom A-Modell im Wesentlichen in einem zentralen Punkt, der Vergütung: der Auftragnehmer erhält ein verkehrsmengenunabhängiges „Verfügbarkeitsentgelt“.

Das Verfügbarkeitsentgelt richtet sich nach dem Umfang und der Qualität der Verfügbarkeit des bestimmten Streckenabschnittes für die Verkehrsteilnehmer. Die Vertragsparteien vereinbaren imÖPP-Vertrag, in welchem Umfang die Vertragsstrecke jährlich uneingeschränkt verfügbar sein soll, d. h. z. B. ohne baubedingte Fahrstreifenreduzierungen oder Geschwindigkeitsbeschränkungen. Erfüllt der Auftragnehmer diese Vorgabe, erhält er das volle vereinbarte Verfügbarkeitsentgelt; steht die Strecke dagegen nur in geringerem Umfang oder nur in schlechterer als der vertraglich vereinbarten Qualität zur Verfügung, erhält er einen Vergütungsabzug. Überschreitet die tatsächliche Verfügbarkeit die vertraglich vereinbarte, erhält der ÖPP-Auftragnehmer zum Teil (bei ÖPP A 9) einen Bonus.

Die Risikostruktur von A-Modell und V-Modell unterscheiden sich somit in einem zentralen Punkt: der Vergütung. Die Verkehrsmenge kann der Auftragnehmer nicht in dem Maße beeinflussen wie er die Verfügbarkeit beeinflussen kann. Der ÖPP-Auftragnehmer trägt beim V-Modell aber regelmäßig auch das sog. mittelbare Verkehrsmengenrisiko, nämlich das Risiko zusätzlicher Erhaltungsmaßnahmen durch höheren Verkehr.

Zusätzlich zum Verfügbarkeitsentgelt erhält der Auftragnehmer meist eine Anschubfinanzierung in der Bauphase, deren Auszahlung an das Erreichen von Bausolls gebunden ist.

Zusätzlich wird er auch bei diesem Modell angehalten – z. B. durch die Vereinbarung von Verkehrsbeeinträchtigungskosten -, die Strecke möglichst störungsfrei und damit attraktiv für Nutzer zur Verfügung zu stellen. Das V-Modell wurde auf Basis des A-Modells zu Beginn der 2. ÖPP-Staffel im Jahr 2009 entwickelt. Diese Vergütungsstruktur ist auch für Neubau- und Erhaltungsmodelle grundsätzlich geeignet.

Auch bei Projekten nach dem V-Modell wird – genauso wie im konventionellen Bereich – ein Privater lediglich zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben eingesetzt.

Quelle: BMVI

 

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