Paving News

BIM -Digitalisierter Straßenbau im 21. Jahrhundert

BMVI, ADAC, DVI, DAV
Es wird immer mehr auf die Digitalisierung im Straßenbau gesetzt. Die Anforderungen steigen ständig (Level 2 BIM, 5D,…).
Aber was ist BIM überhaupt? Was beinhaltet es, und für was soll es gut sein?

Modernes Bauen im 21. Jahrhundert: „erst virtuell und dann real bauen“

Durch die Digitalisierung werden Chancen ermöglicht, große Bauprojekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren. Eine gute Datengrundlage sorgt für alle am Bauprojekt Beteiligten für Transparenz und Vernetzung. Dadurch können Zeitpläne, Kosten und Risiken früher und präziser ermittelt und lückenlos kontrolliert werden.

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Methode BIM

Doch zurück zu BIM, fragen Sie mal zehn Personen, was Sie unter diesem Begriff verstehen. Sie werden fünf verschiedenen Antworten erhalten.

BIM ist mittlerweile ein Schlagwort wie Multimedia. Alle reden darüber, doch jeder zweite versteht etwas anderes darunter.

Für den einen ist Multimedia: Internet, Grafik, Digitale Fotografie und für einen anderen Videos und Spiele und wieder für einen anderen Musik Streaming, Socialising. Genauso verhält es sich auch mit BIM.

Morgens auf der Baustelle: „Na klar machen wir BIM“. Ja? „o.k. vielleicht nicht ganz oder nur teilweise, aber….

BAustelle A3 Limburg
Baustelle

Die Literatur bezeichnet das „Building Information Modeling“ als eine Arbeitsmethode zur optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung im Bauwesen. Die ersten Grundzüge dazu, fanden bereits in den 70er Jahren statt.

In der heutigen Zeit bedeutet dies ein bauteilorientiertes Planen, welches das Erstellen, Speichern und Bereithalten digitaler und intelligenter Daten ermöglicht und alle im Prozess beteiligten Anwender, mit ihren unterschiedlichsten Aufgaben während des gesamten Planungs-, Bau- und Unterhaltungsprozesses in einer einzigen Datenbank integriert.

Doch in der Praxis hat sich BIM mittlerweile zu einem viel komplexeren Gesamt-Prozess entwickelt in dem der Bezug nicht nur auf die physikalischen und funktionalen Projekteigenschaften beschränkt ist.

Ziel ist es, eine zentrale Verwaltung von möglichst allen projektrelevanten Informationen zu realisieren. Dazu gehören unter anderem auch Verweise auf Ressourcen, Prozesse, schriftliche Dokumentationen und alle weitere Informationen die zum Projekterfolg beitragen und mit anderen Werkzeugen gebündelt werden. Mittlerweile geht der Trend schon von 3D zu 5D.

Bei der 5D‑Planung werden gängige Verfahren des „Building Information Modeling“ um zentrale Informationen zum Bauablauf ergänzt.

BMVI, ADAC, DVI, DAV
BIM Straßenbau der Zukunft!

Ziel ist die Schaffung einer durchgehenden digitalen Kette von der Planung über den Bau bis zum Betrieb. So lassen sich bereits in frühen Projektphasen schnell unterschiedliche Handlungsalternativen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Kosten, Termine und Qualität bewerten.

Auszug aus dem BMVBS-Forschungsprogramm „BIM-Leitfaden für Deutschland“ 

„Das Prinzip der durchgängigen, zentralen und objektbasierten Verwaltung und Koordination von Projektinformationen ist im Vergleich zu einer traditionellen Herangehensweise eine sehr grundsätzliche Veränderung, nicht nur auf der softwaretechnischen Seite. Sie hat große Auswirkungen auf die Leistungsbilder aller Beteiligten, auch der Auftraggeber, Handwerker und Baufirmen, auf die Anforderungen an die Mitarbeiter, auf die Arbeitsprozesse und Teamstrukturen in den Projekten und auch an die Anpassungen der Richtlinien.

BIM sollte übergreifend als ein langfristiger Optimierungsprozess im Unternehmen sowie Teil eines Kulturwandels in der Projektabwicklung verstanden werden, in welchem die Erfahrungen und Kompetenzen schrittweise ausgebaut werden. Dementsprechend sollte auch die Erwartungshaltung kontinuierlich angepasst werden.

Ziel ist eine integrierte, partnerschaftliche Arbeitsweise über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Aus den Recherchen lässt sich feststellen, dass BIM für alle Projektgrößen geeignet ist. Die Arbeitsmethode beschränkt sich nicht nur auf Großprojekte. Grundlegend ist lediglich, wie BIM-Methoden einzusetzen sind.

Der Erfolg einer neuen Methode im Bauwesen (Planung, Bau und Nutzung) hängt im Wesentlichen von den vier Randbedingungen Menschen, Prozesse, Technologie und Richtlinien ab. So ist es auch bei BIM zielführend, möglichst alle diese Randbedingungen entsprechend aufeinander abzustimmen und langfristig zu fördern. Nur so ist eine effiziente, nachhaltige Anwendung und Nutzung der Methode möglich.

Auch wenn der Straßen- und Tiefbau als das Gewerbe mit dem geringsten Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades gilt, ist eine starke Tendenz Richtung Zukunftstechnologien zu verzeichnen.

André Kräckmann, Redaktion pave-news


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