Paving News

Blind baggern mit 18 Meter

Baumaschine

Bagger für echte Kerle,

Da trennt sich die Spreu vom Weizen

Rudi baggert blind, mit dem neuen Cat 340F LRE mit 18 Meter langen Ausleger.BAD SEGEBERG, 19.8.2016 (SR). Blind zu baggern ist eine Kunst, die nur ganz wenige beherrschen. Einer, der es kann, ist Jens Boock.

Mit seinem neuem Arbeitsgerät, einem Cat Bagger 340F LRE, taucht er den Stiel ein in trübes Nass und zwar in bis zu neun Metern Tiefe, um Sand und Kies herauszuholen.

Der Nassabbau gab den Anlass für die Kieswerke Nord aus Bad Segeberg, einen neuen Bagger mit großer Reichweite und einem 18 Meter langen Ausleger einzusetzen. Die Einsatzbedingungen, mit denen Maschinisten wie Jens Boock umgehen müssen, stellen aufgrund der starkbindigen Vorkommen besondere Anforderungen – sowohl im Abbau selbst als auch in der Aufbereitung – damit daraus 150 verschiedene Produkte für den Straßenbau entstehen.

Caterpillar Baumaschinen
Der Baggerstiel taucht ein in trübes Nass, um an die Sand- und Kiesvorkommen zu kommen.

Langsam muss sich der Fahrer des neuen Cat 340F LRE vortasten, um den 1,6 Kubikmeter großen Löffel zu füllen. „Man entwickelt mit der Zeit das entsprechende Gefühl“, meint er. Er kann dabei auf entsprechende Erfahrung und Routine zurückgreifen. Sobald er den vollen Löffel aus dem Wasser zieht, muss das überschüssige Wasser herauslaufen können – zu diesem Zweck wurden eigens Löcher in den Löffelboden gebohrt – das Sand- und Kiesgemisch muss erst abtropfen, bevor er dann um 90 Grad schwenkt und den Aushub zielsicher aufhaldet.

Kies und Sand werden von den Kieswerken Nord am Standort seit 2012 gewonnen – vorher wurden die Vorkommen per Trockenabbau und Radladertechnik ausgebeutet, doch die Kieswerke Nord stellten auf den Nassabbau um, um die Lagerstätte auf sieben Hektar Fläche weiter erschließen zu können.

Deswegen auch der Bagger mit Longfront-Ausleger – er soll ausreichend Abstand zum Ufer halten und nichts an Standsicherheit einbüßen. 850 Millimeter breite Bodenplatten plus ein vergrößertes Kontergewicht gewährleisten die erforderliche Stabilität.

Bagger mit 18 Meter
Geschäftsführer Torsten Ahlert (Mitte) und seine Maschinisten wie Jens Boock (links), Ingo Wagner (Zweiter von rechts) und Rudi Magmussen (rechts), zusammen mit Dirk Carstensen (Zweiter von links), Zeppelin Verkäufer der Niederlassung Hamburg.

Ausgerichtet wurde die Baumaschine, um die Produktion im Abbau zu steigern und Betriebskosten zu senken. Leistung bringt der Cat Acert-Motor C 9.3 auf Basis der EU-Abgasstufe IV mehr als genug für die Hydraulik, um zweitausend Tonnen Material am Tag mit Geschwindigkeit und Präzision zu bewegen. „Wir haben es hier aufgrund des langen Auslegers schon mit einer besonderen Maschine zu tun, weswegen der Fahrer physikalische Gesetze der Hebelwirkung gezielt berücksichtigen muss“, meint Firmeninhaber Torsten Ahlert.

Für den Cat 340F LRE hat er sich aufgrund der Wirtschaftlichkeit entschieden – die Maschine bietet mehr Einsatzmöglichkeiten – selbst im Anschluss an den Nassabbau – als die Alternativen Seilbagger oder Saugbagger, welche eher theoretisch zur Disposition standen. Außerdem ist sie im Vergleich dazu einfach zu bedienen. Was auch noch gegen einen Saugbagger spricht: Das abzubauende Vorkommen wäre viel zu klein für die ganze Anlagentechnik samt der dahinter geschalteten Rückhaltebecken.

Zum ersten Sichtkontakt mit dem neuen Arbeitsgerät kam es auf der bauma, als Torsten Ahlert dann vom Papier weg den Auftrag gab. „Technische Daten waren maßgeblich, da wir hier nicht auf eine Standardausführung zurückgreifen. Die Maschine muss unsere Vorgaben hinsichtlich Volumina erfüllen. Für Caterpillar spricht das Gesamtkonzept, das auf dem Paket Service und Finanzierung basiert“, führt Torsten Ahlert aus.

Cat Baumaschinen
Firmeninhaber Torsten Ahlert und seine Frau Claudia stellten auf den Nassabbau um, damit sie die Lagerstätte auf sieben Hektar Fläche weiter erschließen können.

Seine Frau Claudia ergänzt: „Warum soll man seinen Hauptlieferanten wechseln, wenn man damit zufrieden ist. Zeppelin, das ist keine anonyme Hotline, sondern hinter dem Unternehmen stehen Menschen.“ Einer ist Dirk Carstensen, der als Verkäufer das Unternehmen betreut. Die Zusammenarbeit zwischen Rohstoffbetrieb und Baumaschinenhändler ist mit den Jahren gewachsen. „Das hat sich mit der Zeit entwickelt“, so Torsten Ahlert, der heute den Betrieb mit 23 Mitarbeitern leitet.

Maschinen gegen den Willen der Mitarbeiter durchzusetzen, kommt für den Unternehmer nicht in Frage. Deswegen macht er immer von der Möglichkeit Gebrauch, im Vorfeld Geräte auszuprobieren.

Nicht nur die Meinung von Jens Boock ist dann gefragt, sondern auch die von Rudi Magmussen, der den Cat 966K XE bedient, oder die von Ingo Wagner, der den Cat 320EL steuert. „Winken dann die Mitarbeiter die Technik durch, findet sie nachher auch leichter Akzeptanz im Betrieb“, so der Firmenchef.

Mit seiner Belegschaft diskutiert er über die Ausstattung, insbesondere Details wie die Lenkung oder den Sitz, aber auch die Federung. „Heute sind die Geräte voll ausgerüstet. Schon die Klimaanlage war früher ein Luxus, auf den heute niemand verzichten würde, inzwischen wird sie längst  als selbstverständlich erachtet “, erklärt seine Frau Claudia Ahlert.


Über die Zeppelin Baumaschinen GmbH

Die Zeppelin Baumaschinen GmbH ist Europas führende Vertriebs- und Serviceorganisation der Baumaschinenbranche und seit 1954 in Deutschland der exklusive Vertriebs- und Servicepartner von Caterpillar Inc., dem weltgrößten Hersteller von Baumaschinen. Mit 1.534 Mitarbeitern und einem 2015 erwirtschafteten Umsatz von 889 Millionen Euro ist die Zeppelin Baumaschinen GmbH die größte Gesellschaft des Zeppelin Konzerns. Zum Produktportfolio zählen neben dem Vertrieb von neuen und gebrauchten Caterpillar Baumaschinen der Service, der bundesweit flächendeckend in 35 Niederlassungen erfolgt, die Beratung und die Finanzierung für die Geräte. Die Zentrale und der juristische Sitz der Zeppelin Baumaschinen GmbH befinden sich in Garching bei München. Weitere Informationen unter www.zeppelin-cat.de.

 Über den Zeppelin Konzern

Der weltweit an 190 Standorten aktive Zeppelin Konzern mit 7.800 Mitarbeitern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von über 2,3 Milliarden Euro. Der Zeppelin Konzern organisiert seine konzernweite Zusammenarbeit in einer Managementholding und sechs Strategischen Geschäftseinheiten: Baumaschinen EU (Vertrieb und Service von Baumaschinen), Baumaschinen CIS (Vertrieb und Service von Bau- und Landmaschinen), Rental (Miet- und Projektlösungen für Bauwirtschaft und Industrie), Power Systems (Antriebs- und Energiesysteme), Anlagenbau (Engineering und Anlagenbau) sowie Digital Services and Solutions (neue digitale Geschäftsmodelle). Die Zeppelin GmbH ist die Holding des Konzerns mit juristischem Sitz in Friedrichshafen und der Zentrale in Garching bei München. Weitere Informationen unter www.zeppelin.de.   

Text & Bildquelle: Zeppelin


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