Paving News

Investitionspaket für Tirol

ASFINAG, Straßenbau, Tirol
ASFINAG INVESTIERT 2016: 120 MILLIONEN EURO IN TIROL
Startschuss für Baustellen auf Tiroler Autobahnen und Schnellstraßen im April.

Mehr Verkehrssicherheit, Entlastung der Bevölkerung und Erhaltung der bestehenden Infrastruktur – das Investitionspaket für Tirols Autobahnen und Schnellstraßen umfasst insgesamt 120 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2021 sieht die ASFINAG allein für Tirol....weitere 384 Millionen Euro vor. „Wir verfolgen gerade in Tirol ein klares Ziel: Unsere Tunnel sollen noch sicherer werden. Mit dem Vollausbau des Perjentunnels sorgen wir für eine spürbare Verkehrsentlastung und erhöhen die Lebensqualität im Tiroler Oberland deutlich“, erklärt ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink.

Die Sanierung im Arlbergtunnel läuft wie geplant auf Hochtouren. Erst ab April 2017 ist die nächste Totalsperre des Arlbergtunnels vorgesehen. Mehr Tunnelsicherheit ist überhaupt der Fokus im diesjährigen Investitionsprogramm. Sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden der Bergiseltunnel, Tunnel Wilten, Strenger Tunnel und die Galerien bei Flirsch. „Bei der Umsetzung von Bauprojekten wollen wir aber auch die Autofahrerinnen und Autofahrer möglichst wenig behindern. Deswegen setzen wir auf innovative Lösungen wie eine mobile Behelfsbrücke bei der Baustelle Sillbrücke“, erklärt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH.

120 Millionen Euro Investition bedeuten für Tirol ein Plus an Verkehrssicherheit, bessere Anbindung von Wirtschaftsgebieten an das hochrangige Straßennetz sowie Entlastung der Bevölkerung.

An der A 12 Inntal Autobahn werden der Tunnel Wilten (Investition: 13 Millionen Euro), an der A 13 Brenner Autobahn der Tunnel Bergisel mit Sill- und Paschbrücke (Investition 18 Millionen Euro) sowie an der S 16 Arlberg Schnellstraße der Flirscher Tunnel (Investition: 10 Millionen Euro) und Tunnel Strengen (Investition: 11 Millionen Euro) saniert und sicherheitstechnisch ausgebaut.

Erstmals mobile Behelfsbrücke beim Bergisel-Projekt im Einsatz

Eine Besonderheit gibt es erstmals in Westösterreich beim Bergisel-Projekt: Ab April wird wie sonst nur in Wien üblich erstmals in Tirol eine mobile Baustellen-Behelfsbrücke („Fly Over“) eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine mobile Konstruktion, die Arbeitsbereiche auf der Autobahn überbrückt. Sie macht es möglich, dass die Strecke unter Tags frei befahrbar ist. „Bergiseltunnel und Sillbrücke befinden sich in direkter Nähe zu Innsbruck. Unser Ziel: Während des Tages wochenlange Totalsperren mit Umleitungen verhindern. Mit der Innovation einer mobilen Behelfsbrücke können wir während des Tages mit zwei Spuren durch die Baustelle fahren“, erläutert Fink.

Aber Achtung: aus Gründen der Verkehrssicherheit gilt hier während der Bauzeit am Tag Tempo 40 km/h. Das kann vor allem zu Stoßzeiten zu Behinderungen und längeren Fahrtzeiten führen. Hochbetrieb auf der Baustelle herrscht dann jeweils in der Nacht: der Verkehr wird deswegen ab 20 Uhr (bzw. ab Mai ab 22 Uhr) über die Anschlussstelle Innsbruck-Kranebitten umgeleitet.

Sanierungen und Tunnelsicherheit sind die Schwerpunkte

A 12 Inntal Autobahn:

Instandsetzung Anschlussstelle Schwaz und Zubringer

Die Anschlussstelle mit sämtlichen Rampen inkl. der Brückenobjekte erhält einen neuen Fahrbahnbelagsaufbau und wird umfassend saniert. Trotz der Bautätigkeit bleiben während der Bauzeit sämtliche Rampen und der Zubringer nach Schwaz geöffnet, lediglich für den Einbau des Deckbelages wird die Anschlussstelle für ein Wochenende gesperrt.

Baustart 04. April 2016
Fertigstellung Ende August 2016
Investition ca. 2,2 Millionen Euro


 

Instandsetzung und Modernisierung Tunnel Wilten

Der Tunnel Wilten erhält eine Generalüberholung in Sachen Brandschutz. Auf der gesamten Tunnellänge werden Brandschutz- und Emailplatten angebracht und die Löschwasserleitung ausgetauscht. Die gesamte elektrotechnische Sicherheitseinrichtung kommt auf den neuesten Stand. Einrichtungen zur Fahrspursignalisierung, LED-Beleuchtung und das Akustische-Tunnelmonitoring („Ohren für die Tunnel“) sollen zukünftig noch mehr Sicherheit bringen. 2016 erfolgen die Arbeiten mit Nachtsperren und Umleitungen über die Anschlussstelle Zenzenhof auf der Richtungsfahrbahn Bregenz – in Richtung Kufstein wird 2017 gearbeitet. Es gibt keine Winterpause bei diesem Bauvorhaben.

Baustart Juli 2016

Fertigstellung Mai 2017

Investition ca. 13,4 Millionen Euro


A 13 Brenner Autobahn:

Sanierung Europabrücke erster und zweiter Fahrstreifen Richtung Brenner und Zufahrt Rotes Kreuz

Die höchste Brücke Österreichs erhält auf zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Brenner einen neuen, Belag. Im Zuge dieser Maßnahme errichtet die ASFINAG eine neue Zu- und Abfahrt für das Rote Kreuz im Bereich der Schönberggalerie. Für die gesamte Bauzeit stehen den Verkehrsteilnehmern zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.

Baubeginn Zufahrt Rotes Kreuz 25. April 2016

Baubeginn Europabrücke 1,+2. Fahrstreifen Richtung Brenner 30.Mai 2016

Fertigstellung Ende Oktober 2016

Investition 2,5 Millionen Euro


 

Sanierung und Verbesserung Tunnelsicherheit im Bergiseltunnel sowie Generalerneuerung Sillbrücke

Eine der größten Herausforderungen im Bauprogramm heuer ist die Baustelle Bergisteltunnel und Sillbrücke. Hier steht neben der sicherheitstechnischen Aufrüstung des Bergiseltunnels eine umfassende Sanierung der Sillbrücke im direkten Nahbereich des Tunnels an.

Hier finden die Arbeiten grundsätzlich in den Nachtstunden statt. In der Zeit von 20 Uhr (ab Mai ab 22 Uhr) bis 5 Uhr wird der gesamte Verkehr über die Anschlussstelle Innsbruck-Kranebitten umgeleitet. Um längere Verkehrsbehinderungen durch wochenlange Totalsperren zu vermeiden, greift die ASFINAG auf eine innovative Lösung zurück. Nach jeder Nachtschicht wird im Bereich der Sillbrücke eine sogenannte mobile Behelfsbrücke über den Baustellen-Bereich eingeschoben. Damit kann der Verkehr während des Tages in zwei Spuren durch die Baustelle geführt werden. Einzige Einschränkung: aus Gründen der Verkehrssicherheit besteht hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h. Insbesondere zu Verkehrsstoßzeiten kann es trotz aller Bemühungen zu Verzögerungen kommen. Die ASFINAG ersucht, hier etwas mehr Zeit einzuplanen.

Baubeginn 9. bis 11. April 2016 (Einrichtung der Verkehrsführung)

Fertigstellung Juni 2016

Investition 17,5 Millionen Euro


 

S 16 Arlberg Schnellstraße:

Neubau zweite Röhre Perjentunnel und Sanierung Bestandsröhre

147 Millionen Euro machen den Perjentunnel zum größten Neubauvorhaben der ASFINAG im Westen Österreichs. Mehr Verkehrssicherheit für täglich 14.000 Autofahrer sowie die Entlastung der Anrainer von vier Gemeinden sind erklärte Ziele bei diesem Großprojekt.

Nachdem im Vorjahr die Sannabrücke neu errichtet wurde, laufen heuer bereits seit Anfang Februar die Arbeiten zum Vortrieb für die neue Tunnelröhre. Bis Ende 2018 will die ASFINAG die Arbeiten abschließen. Dann wird der Verkehr in die neue Röhre verlegt, um den bestehenden Tunnel umfassend zu sanieren. Spätestens mit Ende 2019 steht bei Zams und Landeck ein modernes, zweiröhriges Tunnelsystem zur Verfügung. Größter Vorteil: langfristige Sperren können verhindert werden. Mit der zweiten Röhre kann ohne Verkehrsbehinderungen auch an der Bestandsröhre gearbeitet werden.

Baustart war Februar 2016

Verkehrsfreigabe neue Röhre Ende 2018

Gesamtverkehrsfreigabe Ende 2019

Investition ca. 147 Millionen Euro


 

Instandsetzung und Errichtung zusätzlicher Fluchtwege Arlberg Straßentunnel

2015 erfolgte die erste Vollsperre des Arlbergtunnels. Die ASFINAG sowie Behörden und Wirtschaftskammern zeigten sich mit dem Verlauf der Sperre zufrieden – der Verkehr konnte in dieser Zeit durch das ausgeklügelte Umleitungskonzept ohne große Behinderung die Ausweichstrecken benützen.

Bis April 2017 erfolgen die Arbeiten grundsätzlich in den Nachtstunden – die abwechselnden Anhaltungen an den Tunnelportalen sorgen für Wartezeiten von maximal 30 Minuten. Ab Ende April sind aber auch insgesamt 168 Vollsperren während der Nachtstunden vorgesehen. In Abstimmung mit allen beteiligten Behörden, Wirtschaftskammern und Anrainergemeinden haben diese Vollsperren nur wenig Auswirkungen – das Verkehrsaufkommen (vor allem des Schwerverkehrs) ist ab 20 Uhr überschaubar und kann mit einer entsprechenden behördlichen Genehmigung über den Arlbergpass abgewickelt werden. Das bedeutet: in der Zeit von 20 bis 5 Uhr steht die Route über den Arlbergpass für alle Fahrzeuge (inklusive Schwerverkehr) für die Umleitung zur Verfügung.

Start Herbst 2014

Fertigstellung Ende 2017

Investition 155 Millionen Euro


Instandsetzung und Verbesserung der Tunnelsicherheitseinrichtung im Strenger Tunnel

Volle Kraft für noch mehr Tunnelsicherheit im Strenger Tunnel: zahlreiche Anlagen der Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen werden auf den neuesten Stand gebracht. Zusätzlich errichtet die ASFINAG drei weitere Fluchtwege, um die Abstände der Fluchtwege auf unter 500 Meter zu minimieren.

Dafür wird in der ersten Bauphase die Nordröhre (Richtung Bregenz) gesperrt – der Verkehr läuft in dieser Zeit im Gegenverkehr in der Südröhre. In den Nachtstunden kann es zu einigen Komplettsperren samt Umleitungen über die Bundesstraße kommen. In der zweiten Phase ist die Südröhre gesperrt.

Baustart Juli 2016

Fertigstellung September November 2016

Investition 13 Millionen Euro

Fly Over Aufbau
Bild-Quelle „ASFINAG“
Fly Over Tirol
Bild- Quelle „ASFINAG“

 

 

 

 

 

 

 


Quelle:  ASFINAG

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