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Modernste Autobahnmeisterei

ABM Bruck an der Leitha: Österreichs modernste Autobahnmeisterei

40 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter und 16 Millionen Euro Investitionskosten

ASFINAG investiert 16 Millionen Euro in optimales Service, mehr Sicherheit und höhere Verfügbarkeit auf der A 4 Ostautobahn und der A 6 Nordostautobahn.

ABM Bruck an der Leitha: Österreichs modernste Autobahnmeisterei

ASFINAG Autobahnmeisterei in Bruck: Zentraler Standort für Top-Service auf der A 4 und der A 6

Ab sofort betreut die ASFINAG die 82 Autobahnkilometer der A 4 Ostautobahn ab der Landesgrenze Wien/Niederösterreich sowie der A 6 Nordostautobahn zentral –  von der neuen Autobahnmeisterei Bruck an der Leitha aus.

40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im neuen ASFINAG-Betriebsstandort. Mit Inbetriebnahme der neuen Autobahnmeisterei wurden die beiden bis dato bestehenden Standorte Parndorf im Burgenland und Schwechat in Niederösterreich zentral zusammengelegt. 16 Millionen Euro investierte die ASFINAG in die modernste und eine der drei größten Autobahnmeistereien Österreichs.

Zahlreicher Ehrengäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Länder Niederösterreich und Burgenland sowie der ASFINAG, feiern heute, Freitag, 25. Oktober, die Eröffnung der neuen Autobahnmeisterei.

Autobahnmeisterei Bruck: Wichtiger Bestandteil im Gesamtpaket für mehr Sicherheit auf der A 4

Das neue Betriebs-Areal liegt auf drei Hektar im Wirtschaftspark Bruck/Leitha und damit direkt an der Ostautobahn. Mit der Zusammenlegung der bisherigen Standorte Schwechat und Parndorf bündelt die ASFINAG ab sofort ihre Einsatzstärke zentral in Bruck. Die Koordination des Betriebes ist damit vereinfacht und die Wege auf die A 4 und die A 6 kürzer. Vor allem vor dem Hintergrund des derzeit laufenden dreispurigen Ausbaus der A 4 ist auch der neue, zentral gelegene ASFINAG-Standort ein wesentlicher Faktor für eine zukünftig höhere Verfügbarkeit und mehr Verkehrssicherheit auf der Ostautobahn. Die hochmoderne Ausstattung der neuen Autobahnmeisterei beschleunigt außerdem innerbetriebliche Abläufe wie Fahrzeugumbauten oder die Salzbeladung. Eine direkte Betriebszufahrt auf die A 4 gewährleistet zusätzlich die rasche und verkehrsfreie Auf- und Abfahrt der Einsatzfahrzeuge auf die Autobahn.

In Niederösterreich und im Burgenland betreut das aus 40 Personen bestehende Team rund um Autobahnmeister Dietmar Edel insgesamt 82 Autobahnkilometer mit dreizehn Anschlussstellen, zwei großen Knotenpunkten, zwei wichtigen Grenzübergängen (Nickelsdorf und Kittsee) sowie fünf Rastmöglichkeiten.

Die besonderen Herausforderungen für die Mannschaft sind der mit 17 Prozent überdurchschnittlich hohe Lkw-Anteil auf der A 4 und die anhaltenden Grenzsperren etwa bei starken Schneeverwehungen.

Die Aufgaben der Autobahnmeisterei

  • Erhaltung der Fahrbahnen und der Autobahnausrüstung über 82 Kilometer
  • Absichern und Räumen von Unfallstellen (mehr als 700 Ereignisse pro Jahr)
  • Straßenreinigung, Pflege der Grünflächen (rd. 350 Hektar)
  • Winterdienst (inkl. Organisation von Lkw-Abstellungen bei Grenzsperren)
  • Kontrolle der vier ASFINAG Rastplätze Maria Ellend, Fischamend, Parndorf und Neusiedl
  • Überprüfung der Wildschutzzäune (rd. 200 Kilometer)

Autobahnmeisterei Bruck/Leitha: Funktionalität und Design im Einklang

Der Standort in Bruck ist der derzeit modernste ASFINAG-Betriebsstandort und zählt zu den drei größten in Österreich. Durch die architektonische Gestaltung fügt er sich optimal in die umliegende Region ein. In einem Architekturwettbewerb wurden insgesamt 45 Beiträge eingereicht. Als Sieger ging daraus der Entwurf des Grazer Architekten DI Christian Andexer hervor.

Die Jurybewertung lautet: „Seine Entwurfsidee fußt auf einer Symbiose aus offener Weite und geschützten Hof. Der neue Betriebsstützpunkt bildet einen eigenständigen Ort in der Weite der umgebenden Landschaft. Alle Funktionen sind unter einem Dach vereint. Die Umfassungsstruktur wird mit Öffnungen aus verschiedenen perforierten Trapezblechstrukturen zur Landschaft durchbrochen. Die Anordnung bildet so einen großen, wind- und sichtgeschützten Betriebshof aus, der alle Funktionen mit kurzen inneren Wegen zusammenführt.“

Der Hauptbaubestandteil der neuen ASFINAG Autobahnmeisterei ist Sichtbeton. Die Ein- und Ausfahrten sind von Flugdachbereichen umgeben. Die 720 Quadratmeter Büro- und Verwaltungsräume und die 5.400 Quadratmeter an modernen Werkshallen und Vorbereichen (Flugdächer) umschließen den Betriebshof mit den vier Salzsilos und der Tankstelle.

Pilotprojekt BIM: 3D-Planung für mehr Transparenz, optimierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung

Die neue Autobahnmeisterei in Bruck/Leitha ist das erste Hochbauprojekt der ASFINAG, das mit BIM (Building Information Modeling) geplant und errichtet wurde und auch betrieben wird. Dabei werden mit Hilfe einer speziellen Software alle relevanten Bauwerksdaten digital aufbereitet, modelliert und erfasst und zu einem Computer-Modell erarbeitet. Das Ziel des BIM-Einsatzes: höhere Transparenz, verbesserte Datenqualität und optimierte Kommunikation unter den Projektbeteiligten.

Ein Einsatz-Beispiel:

Für Änderungen bei der herkömmlichen Planung sind mehrere Schritte notwendig: neue Mengenermittlungen, aktualisierte Planzeichnungen und vieles mehr. Mit BIM erfolgen die Änderungen direkt in der Projektdatei – im Modell. Alle damit verbundenen Anpassungen wie beispielsweise die neue Anzahl an Türen oder Fenster erfolgen automatisch, was wiederum unmittelbar auch in Kostenkalkulation zu sehen ist.

Fischamend bis Bruck/West – Ausbau der dritten Fahrspur in zwei Stufen

Täglich nutzen rund 66.300 Verkehrsteilnehmende die A 4. Der im Frühjahr 2019 begonnene Ausbau auf jeweils drei Fahrspuren erfolgt in zwei Stufen:

  • 2019 bis 2020 Abschnitt Fischamend bis Göttlesbrunn
  • 2021 bis 2022 Abschnitt Göttlesbrunn bis Bruck/West

Damit stellt die ASFINAG sicher, dass die Baustellen nur maximal zehn Kilometer lang sind. Der Vorteil: weniger Stau, höhere Verfügbarkeit und möglichst viel Sicherheit in den Baustellenbereichen.

Weitere Projekte entlang der A 4

  • Parndorf und Neusiedl: zwei neue ASFINAG Rastplätze

Seit April 2019 laufen die Arbeiten an den neuen Rastplätzen auf der A 4. Die bestehenden Areale Parndorf und Neusiedl werden zu modernen ASFINAG Rastplätzen umgebaut. Mit Ende des Jahres stehen den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern insgesamt 141 Lkw- und 68 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Beide Plätze werden mit einer Infrastrukturzeile, LED-Beleuchtung sowie WLAN, Notruf und Videoüberwachung ausgestattet. Elf Millionen Euro investiert die ASFINAG in die Rastplätze.

  • Umgestaltung des Verkehrskontrollplatzes A 4 beim Grenzübergang Nickelsdorf

Im Grenzbereich zu Ungarn vergrößert die ASFINAG die bestehende Fläche, errichtet ein Flugdach und stellt Containerbüros auf. Zusätzlich werden zwei neue Zufahrten für die Verkehrsführung und eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) errichtet. Die Investitionen dafür betragen vier Millionen Euro.

Quelle Tex & Bild: ASFINAG


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