Paving News

Sauberere Luft in Aachen durch

STRABAG, ClAir Asphalt NaHiTAs Pilotstrecke Neckartor, Stuttgart

ClAir® Asphalt der STRABAG AG soll für sauberere Luft in Aachen sorgen

Pilotprojekt für schadstoffmindernden Straßenbelag in Nordrhein-Westfalen

  • Clean Air Asphalt soll Stickoxid-Belastung der Luft im innenstadtnahen Bereich des Adalbertsteinwegs senken.
  • Einbau in zwei Abschnitten bis Ende Oktober Aachen, 23.10.2019 In ihrem Kampf gegen Luftschadstoffe bauen immer mehr deutsche Städte auf den innovativen ClAir® (Clean Air) Asphalt der STRABAG AG
  • Einbau in zwei Abschnitten bis Ende Oktober

In ihrem Kampf gegen Luftschadstoffe bauen immer mehr deutsche Städte auf den innovativen ClAir® (Clean Air) Asphalt der STRABAG AG: Die Stadt Aachen hat STRABAG nun als erste Kommune in NRW mit dem Einbau des schadstoffmindernden Asphalts beauftragt. Das ClAir® Asphalt-Projekt auf einer stark befahrenen Zufahrtsstraße in Aachen ist der mittlerweile fünfte Auftrag dieser Art innerhalb von sechs Monaten, seit dem Marktstart von Clean Air Asphalt mit dem Pilotprojekt in Stuttgart. In Aachen wird der Adalbertsteinweg auf dem rd. 500 m langen, innenstadtnahen Teilstück zwischen Justizzentrum und Kaiserplatz die photokatalytische ClAir® Asphalt-Deckschicht erhalten. Die Arbeiten in zwei Bauabschnitten beginnen am heutigen Mittwoch und sollen bis kommenden Donnerstag, 31.10., abgeschlossen sein. Der STRABAG-Bereich Düren wird die Baumaßnahme federführend umsetzen.

Titandioxid als Photokatalysator

Der Einbau von ClAir® Asphalts zählt zu den Sofortmaßnahmen im Luftreinhalteplan, mit denen die Stadt Aachen die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) senken will. „Das Ziel dieser Maßnahme ist, die Belastung mit giftigen Stickoxiden rund um den Adalbertsteinweg und direkt am Ort der Entstehung zu reduzieren. Auf dieser Pilotstrecke sollen darüber hinaus weitere wichtige Erkenntnisse über den Spezialasphalt gewonnen werden“, sagt Gisela Weiß, Leiterin der Abteilung Straßenunterhaltung und Brückenbau des Aachener Stadtbetriebs. Der Netzbetreiber Regionetz hatte auf dem Adalbertsteinweg in den vergangenen Monaten neue Versorgungsleitungen verlegt. Zum Abschluss dieser Tiefbauarbeiten wird der neue Spezialasphalt eingebaut.

Das für Clean Air Asphalt eingesetzte Abstreumaterial aus mit Titandioxid (TiO2) versetztem, ultrahochfestem Beton (UHPC) baut unter Einwirkung von UV-Strahlung (Sonnenlicht) Stickoxide (NOx) ab und wandelt diese in unschädliche Nitrate um (Photokatalyse). Es wird über ein vom STRABAG-Kompetenzzentrum TPA GmbH entwickeltes, innovatives Einbauverfahren direkt und nachhaltig in die heiße Asphaltoberfläche eingebunden. „Wir freuen uns über diesen neuen Auftrag und sehen uns damit in unserer Forschungsarbeit bestätigt. Unser ClAir® Asphalt kann dazu beitragen, die Lebensqualität in Bereichen mit stark befahrenen Verkehrswegen nachhaltig zu verbessern“, sagt Dr. Norbert Simmleit, TPA-Geschäftsführer für Deutschland und internationale Projekte.


Der STRABAG Clean Air (ClAir®) Asphalt ist ein schadstoffmindernder Straßenbelag: Abstreumaterial mit Titandioxid (TiO2) senkt über einen photokatalytischen Prozess nachhaltig die Konzentration giftiger Stickoxide (NOx) in der Luft. ClAir® Asphalt ist ein Resultat des Forschungsprojekts NaHiTAs (Nachhaltiger High-Tech Asphalt), an dem das STRABAG-Kompetenzzentrum TPA federführend beteiligt war.

 

Stickstoffdioxid-Konzentration sinkt um bis zu 26 Prozent

Die TPA GmbH hat den innovativen Asphalt gemeinsam mit neun Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im vom Bund geförderten Forschungsprojekt NaHiTAs (Nachhaltiger HighTech-Asphalt, 7/2015–12/2018) entwickelt. In Feldversuchen haben die Projektpartner ermittelt, dass der schadstoffmindernde Belag die Stickstoffdioxid (NO2)-Konzentration in der Luft über den Prozess der Photokatalyse um bis zu 26 % reduziert. Der Photokatalysator TiO2 wird dabei nicht verbraucht, sondern bleibt dauerhaft und funktionsfähig in der Straßenoberfläche erhalten. ClAir® Asphalt trägt zudem spürbar zur Lärmminderung bei, wie Messungen auf der Pilotstrecke „Am Neckartor“ in Stuttgart belegen. Danach hat sich der Lärmpegel bei 40 km/h nach dem Einbau um 1 bis 2 dB(A) verringert, was in der akustischen Wahrnehmung einer Abnahme des Verkehrsaufkommens um bis zu 35 % entspricht.

Fakten:

STRABAG-EINHEIT:
Direktion Nordrhein-Westfalen,
Bereich Düren
BAUZEIT:
23.10.19–31.10.19
AUFTRAGGEBERSCHAFT:
Stadt Aachen, Aachener Stadtbetrieb

Quelle Text: STRABAG AG
Bildnachweis: STRABAG AG / Thomas L. Fischer


 

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