Paving News

Think further – Bomag zeigt auf den vierten Innovation Days die Zukunft des Straßenbaus.

BOMAG

Boppard, 25.09.2019. Mit den Innovation Days 2019 veranstaltete Bomag vom 09. – 14. September die mittlerweile vierte Hausmesse im Stammwerk in Boppard. Im Rahmen der zweijährig stattfindenden Veranstaltung zeigte der Baumaschinenhersteller über 1.300 Gästen aus rund 60 Ländern die komplette Produktpalette vom kleinen 58 kg Stampfer bis hin zum 58 Tonnen schweren Müllverdichter. Unter dem Motto „Think further – Road Equipment and Solutions by Bomag“ wurden auf dem werkseigenen Demozentrum neueste Technologien, alternative Antriebe und zukunftsweisende Studien vorgeführt. Auf den Innovation Days setzte Bomag den Trend fort, den die Besucher schon auf der bauma erleben konnten: Neben den bewährten BomagMaschinen standen Assistenzsysteme und Servicelösungen im Mittelpunkt, die die Baustelle der Zukunft erst ermöglichen.

Der September stand bei Bomag ganz im Zeichen der Innovation Days. Zur vierten Auflage der Hausmesse begrüßte der Baumaschinenhersteller seine Besucher in Boppard. An jeweils drei Veranstaltungen erlebten die Besucher ein zweitägiges Programm mit Maschinenvorführungen im Democenter sowie Fachvorträgen zu Assistenzsystemen und verschiedensten zukunftsweisenden Technologien. Eine Werksführung gehörte ebenfalls zum Programm. „Die Innovation Days sind für uns eine wichtige Veranstaltung, um unseren Kunden die neuesten Entwicklungen im Straßenbau zu präsentieren. Wir gehen dabei konsequent den Weg weiter, den wir auf der bauma 2019 aufgezeigt haben“, so Ralf Junker, Präsident der Bomag, über den Stellenwert der Innovation Days. „In unserem Demo- und Trainingszentrum können wir unseren Besuchern außerdem die Produkte, die wir auf der bauma vorgestellt  haben, ausführlich und live in Aktion zeigen. Dabei demonstrieren wir den gesamten Bauzyklus vom Stabilisieren und Verdichten bis hin zum Asphaltieren und Instandsetzen unter realen Bedingungen. Neben den Maschinendemonstrationen stellen auch unsere Werksführungen einen wichtigen Teil der Innovation Days dar. Unsere Kunden erhalten so vor Ort einen Einblick in unsere hohe Fertigungstiefe und können sich von unserem Qualitätsbewusstsein selbst überzeugen.“


Bomag Technologien sparen Ressourcen und schonen die Umwelt

Die Highlights der diesjährigen Innovation Days konnten die Besucher der bauma 2019 vorab schon kennenlernen und auf den Innovation Days ausführlich während der Maschinendemonstrationen live erleben. Im Fokus standen zukunftsfähige und nachhaltige Technologien sowie Zukunftsstudien zu autonomen Baustellenfahrzeugen und Antriebsmöglichkeiten wie Hybrid, Gas oder Elektro. Als Innovationstreiber geht Bomag auch beim Umweltschutz über gesetzliche Vorgaben hinaus: Bereits jetzt erfüllt die neueste Generation der Bomag-Maschinen die ab 2020 geltende Abgasenorm EU Stage V. Mit alternativen Antriebskonzepten, Technologien zur Feinstaubreduktion und digitalen Assistenzsystemen trägt Bomag dazu bei, das Konzept der nachhaltigen Baustelle zu konkretisieren. Kraftstoffsparende und ressourcenschonende Technologien minimieren außerdem Kosten und machen Bauvorhaben wirtschaftlicher.


Baustellenvernetzung 4.0: Bomap und Asphalt Pro

Zur Optimierung von Baustellenprozessen hat Bomag gleich zwei digitale Werkzeuge entwickelt, die die Besucher auch auf den Innovation Days live erleben konnten: Die AndroidApp Bomap zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle und die Software Asphalt Pro zur Planung und Optimierung von Baustellenprozessen.
Bomap ist die Lösung für die digitale Erd- und Asphaltbaustelle, mit der vor Ort, auf der Baustelle, Arbeitsergebnisse in Echtzeit dokumentiert werden können. Intuitiv bedienbar dokumentiert sie auf Walzen aller Hersteller die Überfahrten. Für Bomag Walzen kann die App zusätzliche Messwerte aufnehmen und damit eine Dokumentation zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle (FDVK) erstellen. Die Android-App lässt sich auf handelsüblichen Android-Tablets und -Smartphones installieren.
Asphalt Pro wiederum deckt den gesamten Planungs-, Analyse- und Dokumentationsprozess von Straßenbauprojekten ab. Schon während der Planungsphase wird der erwartete Maschineneinsatz und Materialbedarf genau ermittelt. Dadurch werden Stillstandzeiten und Einbaustopps verringert sowie Lagerkosten minimiert. Der hohe Grad an Transparenz, der  sich mit Asphalt Pro in Kombination mit Bomag Maschinen darstellen lässt, ermöglicht die Kontrolle des Baustellenfortschritts in Echtzeit. Jeder Einbauparameter ist nicht nur während der Bauphase digital verfügbar, sondern auch im Nachgang dokumentiert. Mit der Schnittstelle Bomag Joblink können die erfassten Messdaten außerdem bequem direkt von Drittanbietern wie Trimble, Moba oder Topcon genutzt werden.


Bomag Service

Mit einer digitalen ‚Service Communication Platform‘ gestaltet Bomag den Service bei Wartung und Reparatur weltweit noch besser und schneller für die Kunden. Der Service-Techniker kann mit dem ‚Remote Service Assistant‘ direkte Unterstützung durch Experten aus dem Back Office anfordern. Im Zweifelsfall schauen sich die Entwicklungsingenieure persönlich das Problem an und finden direkt live vor Ort eine Lösung. Dies spart Zeit, Reisekosten und Stillstandszeiten der Baumaschinen. Außerdem lässt sich für alle Parteien der Servicefall vollständig nachvollziehen und lückenlos dokumentieren. Die Plattform bündelt zentral und sicher alle Dateien, inklusive Text-, Bild- und Videodateien sowie Chatverlauf. Der Servicefall wurde auf den Innovation Days live während der Maschinendemonstration simuliert. Der zugeschaltete Techniker konnte per Augmented Reality (AR) Brille direkt die Baumaschine inspizieren und dem Maschinenführer Soforthilfe geben. Gleichzeitig sahen die Besucher der Innovation Days auf einer Leinwand sowohl den Servicetechniker im Backoffice als auch seine Sicht durch die AR Brille auf die Maschine.

Robomag – Bomags Studie zum autonomen Verdichten

Auf der diesjährigen bauma konnten Besucher des Bomag-Standes die erste autonom arbeitende Baumaschine Robomag live im Einsatz erleben. Während den Innovation Days wurde die autonome Walze auf Basis der Bomag Tandemwalze BW 154 erstmals im Verbund mit der gesamten Produktpallette gezeigt. Die vollautonome Tandemwalze Robomag wurde als Technologiestudie zusammen mit der TU Kaiserslautern entwickelt. Zum Einsatz kommen Technologien wie GPS, Lidar und modernste Positionssensorik. Mit Robomag macht Bomag seine Vision von der vollautonomen Baumaschine konkret. Die Tandemwalze kann vollkommen selbstständig in einem definierten Arbeitsgebiet eingesetzt werden. Zum Verladen oder im manuellen Betrieb bedient man die Robomag-Tandemwalze einfach per Fernsteuerung. Robomag besitzt neben dem vollautomatischen Modus auch die Möglichkeit, manuell hinterlegten Abfahrmustern zu folgen, sodass auch bei speziellen Verdichtungsaufträgen die Walze ihren Job allein erledigen kann. Während die Tandemwalze autonom fährt, übernimmt der Bomag Asphalt Manager 2 die intelligente aktive Regelung und Überwachung der Verdichtungsleistung. Gleichzeitig stellt der Asphalt  Manager 2 sicher, dass die Verdichtungsleistung umfassend und transparent dokumentiert wird. 


Alternative Antriebskonzepte

Neben optimalen Arbeitsleistungen müssen moderne Baumaschinen eine Vielzahl an Anforderungen erfüllen. Gerade auf innerstädtischen Baustellen spielen neben Leistung und Kosten auch niedrige Abgaswerte eine immer größere Rolle. Alternative Antriebe können hier besonders punkten. Wie Bomag diese Herausforderung bewältigt, wurde während der Maschinendemonstration aufgezeigt: Ob Gas-, Elektro-, oder Hybridantrieb, Bomag hat für jede Baustellensituation die richtige Lösung. In Bomags neuer Tandemwalze BW 174 AP sind Dieselmotor, Hydraulikspeicher und Verdichtungssystem zu einer hocheffizienten Systemlösung vereint. Der Hydraulikspeicher deckt kurzzeitige Lastspitzen ab, wie sie z.B. beim Einschalten der Vibration auftreten. Dadurch lässt sich ein kompakterer Motor einsetzen und dieser im Bereich seines besten Wirkungsgrades betreiben. Die HybridLösung schont somit die Umwelt und spart Kosten: Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sinken um bis zu 20 %. Besonders auf innerstädtischen Baustellen setzt sich die Verwendung von emissionsarmen oder sogar emissionsfreien Baumaschinen zunehmend durch.
Ion Dust Shield: Über 80 % Feinstaubreduktion auf der Baustelle
Feinstaub wird zu einer immer größeren Belastung für Mensch und Umwelt. Um das Gesundheitsrisiko für Bedienpersonal und Anwohner von Baustellen zu minimieren, hat Bomag den Ion Dust Shield für Kaltfräsen entwickelt. Anders als bei der seit 2014 verbindlich vorgeschriebenen Absauganlage wird der beim Fräsen entstandene Feinstaub zu unschädlichem Grobstaub verklumpt, anstatt einfach nur vom Führerhaus der Maschine weggeleitet und ungefiltert außerhalb des Arbeitsplatzes freigesetzt zu werden. Mit dem Ion Dust Shield setzt Bomag auf die Verklumpung des Feinstaubs durch Ionisierung; der dadurch entstehende Grobstaub ist nicht mehr gesundheitsschädlich und kann bequem mit dem Fräsgut abtransportiert werden. Durch den Ion Dust Shield ergibt sich eine vom Institut für Gefahrstoffforschung (IGF) bestätigte Feinstaubreduktion von über 80 %, was ihm auf der bauma 2019 in München die Silbermedaille der Innovation Awards einbrachte. Von der einfachen Bedienung bis hin zur Wartung des Ion Dust Shields konnten sich die Besucher der Innovation Days während der Maschinendemonstration selbst überzeugen.

Der Dialog mit dem Kunden steht im Mittelpunkt

Rundum zufrieden zeigte sich auch Jonathan Stringham, Geschäftsleitung Marketing, Strategie & Digitalisierung: „Die mittlerweile vierten Innovation Days in unserem Stammwerk in Boppard waren wieder ein voller Erfolg, wir konnten im Vergleich zu den letzten Innovation Days im Jahr 2017 unsere Besucherzahlen noch einmal übertreffen. Eine Hausmesse bietet uns im Gegensatz zu externen Messen weitere Möglichkeiten, Bomag-Maschinen und Technologien zu präsentieren. Unsere Besucher können so nicht nur das gesamte Portfolio unter realen Bedingungen in unserem Demozentrum erleben. Durch die Werksführung erhalten sie außerdem einen Blick hinter die Kulissen und können unseren Experten detaillierte Fragen zu Produktionsprozessen und Arbeitsabläufen stellen. Eben dieser Austausch mit dem Kunden gehört bei Bomag zur Unternehmenskultur. Denn im direkten Dialog können wir noch besser auf Kundenbedürfnisse eingehen und unsere Produkte weiterentwickeln.“

Quelle: BOMAG


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