Paving News

Anfangsgriffigkeit

Ausgebrannt im Job, Straßenbau

Beschreibt im Straßenbau die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche nach ihrer unmittelbaren Erstellung bis zum ersten Winter.

Für den Verkehrsteilnehmer ist die Griffigkeit eine der maßgeblichen Ei- genschaften der Fahrbahnoberfläche. Deshalb war die Forderung nach ei- ner angemessenen Rauheit von Deck- schichten schon bisher Bestandteil der ZTV Asphalt – StB. Mit Einführung der ZTV Asphalt – StB 01 wurden die Anforderungen an die Griffigkeit zum Zeitpunkt der Abnahme und bis zum Ablauf der Verjährungsfrist für Mängelansprüche erstmals zahlen- mäßig festgelegt und sind nunmehr Bestandteil von Bauverträgen (Ver- tragsabschluss seit 01.01.02).

Die Griffigkeitsanforderungen gelten für Straßen der Bauklassen SV und I bis VI, mit Ausnahme von Wohn- sammelstraßen, Anliegerstraßen, Fuß- gängerzonen, befahrene Wohnwege und Parkflächen des kommunalen Straßenbaus, sofern die ZTV Asphalt- StB oder ZTV BEA-StB vereinbart sind.

Die Griffigkeit kennzeichnet die Wir- kung der Rauheit auf den Reibungs- widerstand (Kraftschlussvermögen) zwischen Fahrzeugreifen und Fahr- bahn und wird auf der angenässten Fahrbahn gemessen. Die Rauheit – Mikro-, Makro- und Megarauheit – wird durch die Oberflächentextur und die Eigenschaften der Deckschicht fest- gelegt und durch Verkehr, Witterung und Umwelt verändert. Zum Zeitpunkt der Abnahme der Straße wird sie im Wesentlichen durch die beim Ein- bau hergestellte Oberflächentextur be- stimmt. Danach treten im Verlauf der Nutzung durch den Einfluss von Ver- kehr und Witterung die Eigenschaften des Mischgutes und seiner Kompo- nenten in den Vordergrund.

Einen maßgeblichen, aber nicht alleinigen Einfluss hat dabei der PSV- Wert der verwendeten Gesteins- körnungen. Der Polierwert PSV(Polished Stone Value)

wird unter Laborbe- dingungen ermittelt und kennzeichnet die Widerstands- fähigkeit einer Gesteinskörnung gegenüber der

polierenden Wirkung aus der Ver- kehrsbelastung.

Die jeweilige Griffigkeit wird durch Messungen zum Nachweis der Er- füllung des Bauvertrages oder zur Zu- standsermittlung des Straßennetzes festgestellt. Als Messverfahren steht im Rahmen von Bauverträgen das in den TP Griff-StB (SCRIM), Ausgabe 2001 „Technische Prüfvorschriften für Griffigkeitsmessungen im Straßen- bau, Teil: Messverfahren SCRIM” beschriebene Verfahren SCRIM(Sidewayforce Coefficient RoutineInvestigation Machine) zur Verfügung.

Für das Messverfahren SCRIM sind in Abhängigkeit von der Messgeschwin- digkeit die Grenzwerte nach den ZTV Asphalt-StB 01 (inkl. Änderung gemäß ARS 24/03 des BMVBW vom 07.07.03) in der Tabelle zusam-

mengefasst. Der Einzelwert eines 100-m-Abschnittes wird aus dem Mittelwert aus fünf aufeinander fol- genden temperatur- und geschwindig- keitskorrigierten 20-m-Messwerten gebildet.

Mehr unter: dav/Asphalt…

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